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Amycretin
NNC0487-0111

Amycretin (Zenagamtid)

Amycretin / Zenagamtid (Entwicklungscodes NNC0487-0111, NN9487), unimolekularer GLP-1- und Amylin-Rezeptoragonist

ca. 7846,60 g/mol (freie Base) Molekulargewicht
C₃₄₃H₅₅₀N₉₄O₁₁₆ Summenformel
Phase-3-Entwicklung, keine Zulassung (FDA/EMA) Status
Einzelnes Peptid aus 68 Aminosäuren: eine GLP-1-Rezeptoragonist-Einheit und eine Amylin-Rezeptoragonist-Einheit sind über einen Linker aus vier Glycin- und einem Glutaminsäure-Rest kovalent verbunden; Acylierung mit einer C18-Diacid-Seitenkette, C-terminale Amidierung und Stabilisierung gegen DPP-4 durch die nicht natürliche Aminosäure 2-Aminoisobuttersäure. Die vollständige Primärsequenz ist öffentlich nur teilweise dokumentiert.
Amycretin (Zenagamtid) Photo: Nishant Aneja

Was ist Amycretin (Zenagamtid)?

Amycretin ist ein von Novo Nordisk entwickelter Wirkstoffkandidat zur Gewichtsregulation und zur Behandlung von Typ-2-Diabetes. Er wird unter den Entwicklungscodes NNC0487-0111 und NN9487 geführt und hat inzwischen den internationalen Freinamen (INN) Zenagamtid erhalten. In der älteren Literatur und in den ersten Veröffentlichungen aus dem Jahr 2025 erscheint durchgehend die Bezeichnung Amycretin, in den Phase-2- und Phase-3-Publikationen ab 2026 überwiegend Zenagamtid. Beide Namen bezeichnen dieselbe Substanz.

Das Besondere an dieser Substanz liegt in ihrer Architektur. Es handelt sich nicht um eine Kombination zweier Arzneistoffe, sondern um ein einziges Peptidmolekül, in dem eine GLP-1-Rezeptoragonist-Einheit und eine Amylin-Rezeptoragonist-Einheit kovalent miteinander verbunden sind. In der Fachliteratur wird dies als unimolekularer beziehungsweise monomolekularer Doppelagonismus bezeichnet. Amycretin gilt als erster Vertreter dieser Klasse, der bis in die klinische Prüfung an Menschen gelangt ist.

Warum dieser Ansatz wissenschaftlich interessant ist, erschließt sich aus der Physiologie. GLP-1 (Glucagon-like Peptide-1) ist ein Darmhormon, das die Insulinsekretion glukoseabhängig verstärkt, die Magenentleerung verlangsamt und über Hirnstammkerne das Sättigungsgefühl beeinflusst. Amylin ist ein Hormon der pankreatischen Betazellen, das gemeinsam mit Insulin ausgeschüttet wird und über eigene Rezeptorkomplexe im Hirnstamm wirkt. Beide Signalwege greifen in die Appetitregulation ein, aber über teilweise unterschiedliche neuronale Schaltkreise. Die Hypothese hinter Amycretin lautet, dass die gleichzeitige Aktivierung beider Achsen eine stärkere Wirkung auf das Körpergewicht erzielt als die Aktivierung einer Achse allein.

Dieser Guide fasst zusammen, was die bislang veröffentlichten klinischen Daten zu Amycretin belegen: die subkutane Phase-1b/2a-Studie und die orale Phase-1-Studie, beide 2025 in The Lancet publiziert, sowie die 2026 publizierten Phase-2-Studien bei Typ-2-Diabetes. Außerdem ordnet er die Substanz gegenüber Cagrilintid, Orforglipron und Semaglutid ein. Eine breitere Übersicht über die Wirkstoffklasse finden Sie im Beitrag zu den Inkretin-Therapien der nächsten Generation.

Hinweis: Dieser Text dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Er ersetzt keine medizinische Beratung. Bitte wenden Sie sich bei Fragen zu Gewichtsregulation, Diabetes oder Arzneimitteln an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Apotheke.

Wie wirkt ein unimolekularer GLP-1- und Amylin-Agonist?

Die Wirkung von Amycretin lässt sich am besten als Zusammenspiel zweier komplementärer Sättigungssysteme beschreiben. Über den GLP-1-Rezeptor entfaltet die Substanz jene Effekte, die aus der etablierten Inkretin-Pharmakologie bekannt sind: eine glukoseabhängige Verstärkung der Insulinsekretion, eine Hemmung der Glukagonfreisetzung bei erhöhten Blutzuckerwerten, eine verzögerte Magenentleerung und eine Dämpfung des Hungergefühls über Rezeptoren im Nucleus arcuatus und im Hirnstamm.

Über die Amylin-Rezeptorachse adressiert Amycretin ein zweites, teilweise unabhängiges System. Amylin-Rezeptoren sind Komplexe aus dem Calcitonin-Rezeptor und sogenannten RAMP-Proteinen (receptor activity-modifying proteins). Sie finden sich dicht in der Area postrema und im Nucleus tractus solitarii, also in Hirnregionen, die Signale zur Mahlzeitengröße und zur Sättigung verarbeiten. Präklinische Arbeiten zur Kombination von Amylinanaloga und GLP-1-Rezeptoragonisten deuten darauf hin, dass die beiden Mechanismen in Bezug auf die Gewichtsreduktion additiv oder überadditiv zusammenwirken können.

Der konzeptionelle Vorteil eines einzelnen Moleküls gegenüber einer Zweistoffkombination ist pharmakologischer und pharmazeutischer Natur. Bei zwei separaten Wirkstoffen müssen Halbwertszeiten, Dosisverhältnisse und Titrationsschemata aufeinander abgestimmt werden, und die Verhältnisse zwischen den beiden Komponenten können sich im Verlauf verschieben. Ein unimolekularer Agonist trägt ein fixes Verhältnis beider Aktivitäten in sich und folgt einer einzigen Pharmakokinetik. Ob sich dieser theoretische Vorteil in klinisch relevante Unterschiede übersetzt, ist bislang nicht durch direkte Vergleichsstudien belegt.

Für die lange Wirkdauer sorgen gezielte chemische Modifikationen. Die Acylierung mit einer C18-Diacid-Seitenkette ermöglicht eine reversible Bindung an Albumin und verlängert damit die systemische Verweildauer erheblich, ein Prinzip, das auch bei Semaglutid und Cagrilintid genutzt wird. Zusätzlich schützt der Einbau der nicht natürlichen Aminosäure 2-Aminoisobuttersäure den N-terminalen Abschnitt der GLP-1-Einheit vor dem Abbau durch die Dipeptidylpeptidase-4. Diese Eigenschaften machen eine einmal wöchentliche subkutane Verabreichung möglich, während die orale Darreichungsform auf eine täglich eingenommene Tablette ausgelegt ist.

Welche molekularen Eigenschaften hat Amycretin?

Amycretin ist ein Peptid aus 68 Aminosäuren. Die beiden funktionellen Einheiten sind über einen kurzen Linker aus vier Glycin-Resten und einem Glutaminsäure-Rest verbunden. Das Molekül ist am C-Terminus amidiert, enzymatisch stabilisiert und über eine Fettsäure-Seitenkette an Position K37 der GLP-1-Einheit (in der Zählweise GLP-1 7-37) acyliert.

EigenschaftAngabe
Freiname (INN)Zenagamtid
EntwicklungscodesNNC0487-0111, NN9487
SubstanzklasseUnimolekularer GLP-1- und Amylin-Rezeptoragonist (Peptid)
Peptidlänge68 Aminosäuren
Molekulargewichtca. 7846,60 g/mol (freie Base)
SummenformelC₃₄₃H₅₅₀N₉₄O₁₁₆
ModifikationenC18-Diacid-Acylierung, C-terminale Amidierung, 2-Aminoisobuttersäure
Darreichungsformen in Studiensubkutan einmal wöchentlich; oral einmal täglich
EntwicklerNovo Nordisk
Regulatorischer StatusNicht zugelassen, Phase-3-Entwicklung

Mit einem Molekulargewicht von rund 7850 Dalton liegt Amycretin deutlich über klassischen Forschungspeptiden und auch über Semaglutid (etwa 4114 Dalton). Dieser Größenunterschied hat praktische Konsequenzen: Große, hydrophile Peptide werden im Magen-Darm-Trakt normalerweise abgebaut und kaum resorbiert. Die orale Verfügbarkeit wird daher über Resorptionsverstärker in der Tablettenformulierung erreicht, ein Verfahren, das bereits bei oralem Semaglutid eingesetzt wird und hohe Anforderungen an Einnahmebedingungen und Formulierungsqualität stellt.

Zu beachten ist, dass die vollständige Primärsequenz von Amycretin öffentlich nicht in gleicher Detailtiefe dokumentiert ist wie bei bereits zugelassenen Peptiden. Die oben genannten Strukturmerkmale stammen aus der publizierten präklinischen und klinischen Literatur sowie aus Substanzdatenbanken. Für eine vollständige strukturelle Charakterisierung bleibt die Primärliteratur maßgeblich.

Amycretin ist ausschließlich im Rahmen regulierter klinischer Prüfungen verfügbar. Ein Bezug außerhalb dieser Studien ist in der Europäischen Union und in den USA rechtlich nicht vorgesehen, und die rechtliche Lage unterscheidet sich zudem zwischen Jurisdiktionen. Produkte, die unter dieser Bezeichnung außerhalb klinischer Studien angeboten werden, unterliegen keiner behördlichen Qualitäts-, Identitäts- oder Reinheitsprüfung.

Was zeigte die subkutane Phase-1b/2a-Studie?

Die zentrale Veröffentlichung zur subkutanen Darreichungsform erschien im Juni 2025 in The Lancet. Es handelt sich um eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-1b/2a-Studie mit 125 Teilnehmenden im Alter von 18 bis 55 Jahren mit Übergewicht oder Obesitas, von denen 101 Amycretin und 24 Placebo erhielten. Die Studie war mehrteilig angelegt und verband eine Dosiseskalation mit einer Dosis-Wirkungs-Untersuchung.

Ein Studienteil prüfte eine reine Dosiseskalation bis zu einer wöchentlichen Dosis von 60 mg. Ein weiterer Teil untersuchte Dosiseskalation mit anschließender Erhaltungsphase bei drei Erhaltungsdosen (20 mg, 5 mg und 1,25 mg wöchentlich). Die Gesamtbehandlungsdauer lag je nach Studienarm zwischen 20 und 36 Wochen.

Die berichteten Ergebnisse zur Körpergewichtsveränderung waren dosisabhängig. In Woche 36 betrug die Gewichtsabnahme unter der Eskalation auf 60 mg etwa 24,3 Prozent, unter der Erhaltungsdosis von 20 mg etwa 22,0 Prozent, jeweils gegenüber dem Ausgangswert. In den Placebogruppen blieb das Körpergewicht im selben Zeitraum nahezu unverändert. Bemerkenswert war außerdem, dass die Gewichtskurven am Ende der Behandlungszeit in keiner der geprüften Dosierungen ein erkennbares Plateau erreichten. Die Autorinnen und Autoren leiten daraus die Vermutung ab, dass eine längere Behandlungsdauer zu einer weiteren Abnahme führen könnte. Diese Vermutung ist ausdrücklich eine Hypothese und wurde in der Studie selbst nicht geprüft.

Bei der Einordnung dieser Zahlen ist methodische Zurückhaltung geboten. Eine Phase-1b/2a-Studie ist primär darauf ausgelegt, Sicherheit, Verträglichkeit und Pharmakokinetik zu charakterisieren. Die Stichprobe war klein, die Teilnehmenden waren jünger als die Populationen typischer Phase-3-Obesitas-Studien, die Einzelgruppen umfassten jeweils nur wenige Personen, und die Gewichtsendpunkte wurden explorativ erhoben. Prozentwerte aus einer solchen Studie sind nicht unmittelbar mit Ergebnissen großer Zulassungsstudien vergleichbar, in denen tausende Teilnehmende über 68 oder 72 Wochen beobachtet werden.

Wichtig: Die genannten Dosen sind Studiendosen aus einer kontrollierten klinischen Prüfung mit medizinischer Überwachung und standardisierter Titration. Sie sind keine Dosierungsempfehlung und lassen sich nicht auf eine Anwendung außerhalb von Studien übertragen.

Was ergab die orale Phase-1-Studie?

Parallel zur subkutanen Studie erschien in The Lancet eine erste Studie am Menschen (First-in-Human) zur oralen Darreichungsform: eine Phase-1-Studie im doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten und mehrteiligen Design. Sie untersuchte Sicherheit, Verträglichkeit, Pharmakokinetik und Pharmakodynamik von Amycretin und schloss 144 Erwachsene mit Übergewicht oder Obesitas (Body-Mass-Index 25,0 bis 39,9 kg/m²) ohne Diabetes ein. Die Rekrutierung erfolgte an einer einzelnen klinischen Forschungseinrichtung in San Antonio, Texas.

Die Studie bestand aus Teilen mit Einzeldosissteigerung (single ascending dose) und Mehrfachdosissteigerung (multiple ascending dose). Die höchste geprüfte Tagesdosis betrug zwei Tabletten mit je 50 mg, also 100 mg pro Tag. Die Behandlungsdauer in den Mehrfachdosisteilen betrug bis zu zwölf Wochen.

Unter der höchsten Dosierung lag die mittlere Gewichtsabnahme nach zwölf Wochen bei 13,1 Prozent gegenüber 1,2 Prozent unter Placebo. Dieser Wert ist vor allem wegen des kurzen Beobachtungszeitraums beachtlich: Zwölf Wochen entsprechen bei Inkretin-Therapien in der Regel noch der Titrationsphase, in der das volle Wirkungspotenzial üblicherweise nicht ausgeschöpft ist.

Die häufigsten behandlungsbedingten unerwünschten Ereignisse betrafen auch hier den Magen-Darm-Trakt, überwiegend Übelkeit und Erbrechen, sowie einen verminderten Appetit. Sie traten bei höheren Dosierungen häufiger auf. Eine begleitende Einordnung durch das American College of Cardiology kam zu dem Schluss, dass sich das Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil beider Darreichungsformen im Rahmen dessen bewegt, was von GLP-1- und Amylin-Monoagonisten bekannt ist.

Die orale Variante ist strategisch bedeutsam, weil sie in direkte Konkurrenz zu oralen Ansätzen wie Orforglipron und oralem Semaglutid tritt. Tabletten verringern die Hürde einer wöchentlichen Injektion, benötigen aber in der Regel höhere Wirkstoffmengen und sind in der Produktion wie in der Einnahmetreue anspruchsvoll. Ob sich diese Vorteile und Nachteile in der Praxis ausgleichen, lässt sich aus einer Phase-1-Studie nicht beantworten.

Was zeigen die Phase-2-Daten bei Typ-2-Diabetes?

Im Jahr 2026 wurden zwei Phase-2-Studien zu Zenagamtid bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes in The Lancet veröffentlicht, eine zur einmal wöchentlichen subkutanen und eine zur einmal täglichen oralen Darreichungsform. Beide waren multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Dosisfindungsstudien über 36 Wochen; die subkutane Studie wurde an 83 Kliniken und Praxen in elf Ländern durchgeführt.

In der subkutanen Studie begann die Behandlung bei 0,2 mg mit Dosissteigerungen alle vier Wochen bis zur jeweiligen Erhaltungsdosis zwischen 0,4 mg und 40 mg. Der mittlere HbA1c-Ausgangswert lag über alle Gruppen bei 7,8 Prozent. In Woche 36 reichte die geschätzte HbA1c-Veränderung von etwa minus 0,9 Prozentpunkten unter 0,4 mg bis etwa minus 1,7 Prozentpunkten unter 40 mg. Unter der höchsten Dosierung wurde zusätzlich eine Körpergewichtsabnahme von bis zu 14,6 Prozent berichtet.

In der oralen Studie wurde mit 1,5 mg begonnen und alle vier Wochen auf Erhaltungsdosen von 6, 25 oder 50 mg täglich gesteigert. Ausgehend von mittleren HbA1c-Werten zwischen 7,9 und 8,1 Prozent lagen die geschätzten HbA1c-Veränderungen in Woche 36 bei etwa minus 0,9 Prozentpunkten unter 6 mg und bis zu rund minus 1,5 Prozentpunkten unter der höchsten geprüften Dosis. Die Körpergewichtsabnahme erreichte bis zu 10,1 Prozent.

Diese Daten sind in zweifacher Hinsicht relevant. Erstens zeigen sie, dass die kombinierte GLP-1- und Amylin-Aktivierung nicht nur das Gewicht, sondern auch die Blutzuckerkontrolle in einer Größenordnung beeinflusst, die mit modernen Inkretin-Therapien vergleichbar ist. Zweitens handelt es sich um deutlich größere und methodisch robustere Studien als die Phase-1-Programme, mit einem vordefinierten Dosisfindungsdesign und einem klinisch etablierten Primärendpunkt.

Die Verträglichkeit wurde in beiden Studien als mit anderen GLP-1- und Amylin-Rezeptoragonisten konsistent beschrieben. Auch hier bleibt festzuhalten: Eine Phase-2-Dosisfindungsstudie liefert keine Aussagen zu langfristigen kardiovaskulären Endpunkten, zu seltenen Nebenwirkungen oder zur Dauerhaftigkeit der Effekte über Jahre.

Welche Nebenwirkungen wurden berichtet?

Das Nebenwirkungsprofil von Amycretin folgt dem Muster, das für Wirkstoffe mit GLP-1- und Amylin-Aktivität charakteristisch ist. In der subkutanen Phase-1b/2a-Studie berichteten 86 von 101 Teilnehmenden (85 Prozent) in den Amycretin-Gruppen mindestens ein behandlungsbedingtes unerwünschtes Ereignis. Die häufigsten Ereignisse betrafen den Magen-Darm-Trakt und umfassten Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und verminderten Appetit.

Nahezu alle berichteten Ereignisse waren leicht oder mittelschwer ausgeprägt. Sie nahmen mit steigender Dosis zu, traten gehäuft während der Titrationsphase auf und klangen im Verlauf der Behandlung ab. In der Studie wurden keine Todesfälle berichtet. Die Autorinnen und Autoren bewerteten das Sicherheitsprofil als vereinbar mit dem, was von Inkretin-basierten Therapien bekannt ist.

Für die klinische Einordnung sind drei Punkte wesentlich. Erstens sind gastrointestinale Beschwerden bei dieser Wirkstoffklasse der häufigste Grund für einen Therapieabbruch, weshalb Verträglichkeit in Phase 3 mindestens so wichtig wird wie die absolute Gewichtsabnahme. Zweitens sagt die Häufigkeit in kleinen Frühphasenstudien wenig über seltene oder verzögert auftretende Risiken aus; dafür sind Studien mit mehreren tausend Teilnehmenden und mehrjähriger Beobachtung erforderlich. Drittens führt eine stark ausgeprägte Gewichtsabnahme regelhaft zu Fragen der Körperzusammensetzung, insbesondere zum Anteil fettfreier Masse, die aus den bisher veröffentlichten Daten nicht abschließend beantwortet sind.

Nicht untersucht oder nicht publiziert sind bislang unter anderem Langzeiteffekte über mehrere Jahre, Auswirkungen in Schwangerschaft und Stillzeit, das Verhalten bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion sowie Interaktionen mit zahlreichen Begleitmedikationen. Für Substanzen dieser Klasse werden in der Regulierung regelmäßig zusätzliche Aspekte geprüft, etwa Pankreatitis, Gallenwegserkrankungen und die Magenentleerung im Zusammenhang mit Narkosen.

Medizinischer Hinweis: Diese Darstellung ist eine Zusammenfassung publizierter Studiendaten und keine Sicherheitsbewertung für die individuelle Anwendung. Amycretin ist nicht zugelassen. Eine Anwendung außerhalb klinischer Studien ist nicht vorgesehen und medizinisch nicht zu verantworten.

Wie unterscheidet sich Amycretin von CagriSema, Orforglipron und Semaglutid?

Amycretin steht in einem Entwicklungsfeld, in dem sich drei Strategien unterscheiden lassen: ein Molekül mit mehreren Rezeptoraktivitäten (Amycretin), zwei Moleküle in einer Injektion (CagriSema) und eine orale niedermolekulare Substanz mit einem einzigen Zielrezeptor (Orforglipron). Semaglutid dient in dieser Landschaft als Referenz.

SubstanzZielrezeptorenStrukturAnwendung in StudienGewichtsreduktion (publiziert)Status
Amycretin / ZenagamtidGLP-1 und AmylinEin Peptid (68 Aminosäuren)Subkutan wöchentlich oder oral täglichca. 22 bis 24 % nach 36 Wochen (Phase 1b/2a, subkutan); 13,1 % nach 12 Wochen (Phase 1, oral)Phase 3
CagriSemaGLP-1 und AmylinZwei Moleküle: Cagrilintid plus SemaglutidSubkutan wöchentlich22,7 % nach 68 Wochen (REDEFINE 1, Phase 3, n = 3417)Phase 3 abgeschlossen, regulatorisches Verfahren
OrforglipronGLP-1Niedermolekulare Substanz (kein Peptid)Oral täglichca. 11 % nach 72 Wochen (ATTAIN-1, Phase 3, n = 3127)Phase 3 abgeschlossen
SemaglutidGLP-1PeptidSubkutan wöchentlich oder oral täglichca. 15 bis 17 % in den STEP-StudienZugelassen

Der Vergleich mit CagriSema ist besonders aufschlussreich, weil beide Ansätze dieselben beiden Rezeptorachsen adressieren. CagriSema kombiniert das Amylinanalogon Cagrilintid mit Semaglutid in einer gemeinsamen Injektion und erreichte in der Phase-3-Studie REDEFINE 1 mit 3417 Teilnehmenden ohne Typ-2-Diabetes eine mittlere Gewichtsreduktion von 22,7 Prozent über 68 Wochen. Amycretin verfolgt dasselbe pharmakologische Ziel mit einem einzigen Molekül und einem fixen internen Aktivitätsverhältnis.

Gegenüber Orforglipron liegt der Unterschied sowohl im Mechanismus als auch in der Molekülklasse. Orforglipron ist eine niedermolekulare, nicht peptidische Substanz, die ausschließlich den GLP-1-Rezeptor adressiert. Sie lässt sich chemisch synthetisieren, benötigt keine Resorptionsverstärker und ist nicht an Einnahmebedingungen mit Wasser- und Nüchternheitsvorgaben gebunden, erreichte in ATTAIN-1 über 72 Wochen aber eine geringere Gewichtsreduktion als die Doppelagonisten.

Eine entscheidende Einschränkung dieses Vergleichs: Die Zahlen stammen aus Studien unterschiedlicher Phase, Dauer, Populationsgröße und Altersstruktur. Prozentwerte aus einer Phase-1b/2a-Studie mit 125 jüngeren Teilnehmenden lassen sich nicht direkt gegen Phase-3-Ergebnisse mit mehreren tausend Patientinnen und Patienten stellen. Belastbare Aussagen zur relativen Wirksamkeit setzen direkte Vergleichsstudien voraus. Eine solche Studie gegen Semaglutid ist im Phase-3-Programm von Zenagamtid registriert, Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Wie weit ist die Entwicklung im Jahr 2026?

Im Juni 2025 gab Novo Nordisk bekannt, sowohl die subkutane als auch die orale Darreichungsform von Amycretin in die Phase-3-Entwicklung zur Gewichtsregulation zu überführen. Die Entscheidung stützte sich auf die abgeschlossenen Frühphasenstudien und auf Rückmeldungen der Zulassungsbehörden im Rahmen der End-of-Phase-2-Interaktionen. Als Startzeitpunkt wurde das erste Quartal 2026 angekündigt.

Dieser Zeitplan wurde eingehalten. Das Phase-3-Programm zur Gewichtsregulation wird unter der Bezeichnung AMAZE geführt. Die erste Studie, AMAZE 1, untersucht die wöchentliche subkutane Verabreichung gegen Placebo bei Erwachsenen mit erhöhtem Körpergewicht; sie startete am 24. Februar 2026, ist auf etwa 1150 Teilnehmende und eine Behandlungsdauer von 84 Wochen ausgelegt, und der primäre Abschluss wird für Mitte 2029 erwartet. Weitere registrierte Studien des Programms adressieren unter anderem erhöhtes Körpergewicht mit begleitendem Typ-2-Diabetes (AMAZE 2 und AMAZE 8, letztere im Vergleich mit Semaglutid), die orale Tablettenform (AMAZE 9) sowie eine Population in Asien (AMAZE 13).

Parallel läuft ein eigenes Phase-3-Programm bei Typ-2-Diabetes unter der Bezeichnung AMBITION. Die Studie AMBITION 7 vergleicht Zenagamtid beispielsweise mit Insulin glargin bei Personen mit Typ-2-Diabetes und erhöhtem kardiovaskulärem Risiko unter bestehender antidiabetischer Mehrfachtherapie.

Was bedeutet dieser Stand für die realistische Erwartungshaltung? Phase-3-Studien mit 84 Wochen Behandlungsdauer und mehrjährigen Verlängerungsphasen liefern ihre Primärergebnisse frühestens gegen Ende des Jahrzehnts. Danach folgen Einreichung, behördliche Bewertung und gegebenenfalls Zulassung. Eine Verfügbarkeit von Amycretin als zugelassenes Arzneimittel ist damit nach heutigem Stand nicht vor Anfang der 2030er-Jahre zu erwarten, und wie bei jedem Entwicklungsprogramm bleibt ein Scheitern in Phase 3 jederzeit möglich.

Zur Namensgebung: In Studienregistern und neueren Publikationen erscheint die Substanz zunehmend als Zenagamtid beziehungsweise unter dem Code NNC0487-0111. Wer Literatur recherchiert, sollte beide Bezeichnungen verwenden, da sonst relevante Treffer übersehen werden.

Was lässt sich aus der heutigen Evidenz nicht ableiten?

Die bisherigen Daten zu Amycretin sind wissenschaftlich interessant, aber ihre Aussagekraft hat klar definierte Grenzen. Die Gewichtsergebnisse, die in der öffentlichen Diskussion am stärksten zitiert werden, stammen aus einer Studie mit 125 Teilnehmenden, deren eigentliche Zielsetzung Sicherheit, Verträglichkeit und Pharmakokinetik war. Einzelne Dosisgruppen umfassten entsprechend wenige Personen, und die Gewichtsendpunkte waren explorativ.

Nicht geklärt sind daher unter anderem folgende Fragen: Wie entwickelt sich die Gewichtsabnahme über zwei oder mehr Jahre? Wie hoch ist die Abbruchrate bei breiterer Anwendung außerhalb spezialisierter Studienzentren? Welchen Anteil an der Gewichtsabnahme hat die fettfreie Masse? Bestehen kardiovaskuläre, renale oder metabolische Vorteile über die Gewichts- und HbA1c-Effekte hinaus? Und was geschieht nach dem Absetzen? Für die bereits zugelassenen Vertreter der Klasse ist dokumentiert, dass ein erheblicher Teil des verlorenen Gewichts nach Therapieende zurückkehrt; für Amycretin existieren dazu keine veröffentlichten Daten.

Ebenso offen ist, ob der unimolekulare Ansatz dem Zweistoffansatz von CagriSema tatsächlich überlegen ist. Die vorliegenden Zahlen erlauben diesen Schluss nicht, weil Studiendauer, Populationsgröße und Altersstruktur sich unterscheiden. Nur direkte Vergleichsstudien können diese Frage beantworten, und mindestens eine Vergleichsstudie gegen Semaglutid ist registriert, aber nicht ausgewertet.

Für die Praxis ergibt sich daraus eine nüchterne Schlussfolgerung: Amycretin ist eine pharmakologisch gut begründete Substanz in fortgeschrittener, aber unvollendeter Entwicklung. Die veröffentlichten Daten rechtfertigen wissenschaftliches Interesse und die Durchführung von Phase-3-Studien. Sie rechtfertigen keine Rückschlüsse auf Wirksamkeit und Sicherheit im Alltag und erst recht keine Anwendung außerhalb klinischer Prüfungen.

Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar. Amycretin (Zenagamtid) ist von der FDA und der EMA nicht zugelassen und befindet sich in klinischer Entwicklung. Es werden bewusst keine Dosierungsempfehlungen, Anwendungsschemata oder Bezugsquellen genannt. Die rechtliche Einordnung von Forschungssubstanzen unterscheidet sich zwischen Ländern. Bitte besprechen Sie Fragen zu Gewicht, Stoffwechsel oder Diabetes mit qualifiziertem medizinischem Fachpersonal. Weitere Hinweise finden Sie in unserem medizinischen Haftungsausschluss.

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Häufige Fragen zu Amycretin

Was ist Amycretin und wer entwickelt es?
Amycretin ist ein von Novo Nordisk entwickelter Wirkstoffkandidat, der als erster unimolekularer GLP-1- und Amylin-Rezeptoragonist beschrieben wird. Es handelt sich um ein einzelnes Peptid aus 68 Aminosäuren, in dem beide Rezeptoraktivitäten kovalent verbunden sind. Die Substanz trägt die Entwicklungscodes NNC0487-0111 und NN9487 und hat den internationalen Freinamen Zenagamtid erhalten. Geprüft werden eine wöchentliche subkutane und eine tägliche orale Darreichungsform, sowohl zur Gewichtsregulation als auch bei Typ-2-Diabetes.
Ist Amycretin zugelassen oder käuflich erhältlich?
Nein. Amycretin (Zenagamtid) ist weder von der FDA noch von der EMA zugelassen und befindet sich in der Phase-3-Entwicklung. Es ist ausschließlich im Rahmen registrierter klinischer Studien verfügbar. Produkte, die unter diesem Namen außerhalb klinischer Prüfungen angeboten werden, unterliegen keiner behördlichen Qualitäts- oder Identitätsprüfung, und ihre Zusammensetzung ist nicht überprüfbar. Wir nennen in diesem Guide bewusst keine Bezugsquellen.
Wie viel Gewichtsabnahme wurde in den Studien beobachtet?
In der subkutanen Phase-1b/2a-Studie mit 125 Teilnehmenden lag die Gewichtsabnahme in Woche 36 bei etwa 24,3 Prozent unter der höchsten geprüften Dosiseskalation (60 mg wöchentlich) und bei etwa 22,0 Prozent unter der Erhaltungsdosis von 20 mg, während das Gewicht unter Placebo nahezu unverändert blieb. Die orale Phase-1-Studie mit 144 Teilnehmenden zeigte nach zwölf Wochen eine mittlere Abnahme von 13,1 Prozent gegenüber 1,2 Prozent unter Placebo. Diese Werte stammen aus kleinen Frühphasenstudien und sind nicht direkt mit Phase-3-Ergebnissen vergleichbar.
Wodurch unterscheidet sich Amycretin von CagriSema?
Beide adressieren dieselben beiden Rezeptorachsen, aber auf unterschiedliche Weise. CagriSema kombiniert zwei separate Wirkstoffe, das Amylinanalogon Cagrilintid und Semaglutid, in einer gemeinsamen Injektion. Amycretin vereint beide Aktivitäten in einem einzigen Molekül mit fixem internem Verhältnis und einer einheitlichen Pharmakokinetik. CagriSema hat die Phase 3 bereits abgeschlossen und erreichte in REDEFINE 1 mit 3417 Teilnehmenden 22,7 Prozent Gewichtsreduktion über 68 Wochen. Ob der unimolekulare Ansatz überlegen ist, ist bislang nicht durch direkte Vergleichsstudien belegt.
Welche Nebenwirkungen wurden berichtet?
Im Vordergrund standen gastrointestinale Beschwerden: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und verminderter Appetit. In der subkutanen Phase-1b/2a-Studie berichteten 86 von 101 Teilnehmenden in den Amycretin-Gruppen (85 Prozent) mindestens ein behandlungsbedingtes unerwünschtes Ereignis. Nahezu alle Ereignisse waren leicht oder mittelschwer, traten vor allem während der Dosissteigerung auf und nahmen im Verlauf ab. Todesfälle wurden nicht berichtet. Seltene oder verzögerte Risiken lassen sich aus Studien dieser Größe nicht beurteilen.
Wirkt Amycretin auch bei Typ-2-Diabetes?
Die 2026 veröffentlichten Phase-2-Dosisfindungsstudien über 36 Wochen zeigten relevante Effekte auf die Blutzuckerkontrolle. Unter der subkutanen Form reichte die geschätzte HbA1c-Veränderung in Woche 36 von etwa minus 0,9 Prozentpunkten bis etwa minus 1,7 Prozentpunkten bei der höchsten Dosis, begleitet von einer Gewichtsabnahme von bis zu 14,6 Prozent. Unter der oralen Form wurden HbA1c-Senkungen von bis zu rund 1,5 Prozentpunkten und eine Gewichtsabnahme von bis zu 10,1 Prozent berichtet. Es handelt sich um Dosisfindungsstudien, nicht um Zulassungsstudien.
Wann könnten Ergebnisse der Phase-3-Studien vorliegen?
Das Phase-3-Programm zur Gewichtsregulation (AMAZE) startete im ersten Quartal 2026. Die erste Studie, AMAZE 1, begann am 24. Februar 2026 mit etwa 1150 geplanten Teilnehmenden und einer Behandlungsdauer von 84 Wochen; der primäre Abschluss wird für Mitte 2029 erwartet. Parallel läuft das Programm AMBITION bei Typ-2-Diabetes. Nach Abschluss folgen Einreichung und behördliche Bewertung, sodass eine mögliche Zulassung nach heutigem Stand nicht vor Anfang der 2030er-Jahre realistisch ist. Ein Scheitern in Phase 3 bleibt möglich.
Warum tauchen in der Literatur die Namen Amycretin und Zenagamtid auf?
Zenagamtid ist der inzwischen zugewiesene internationale Freiname (INN), Amycretin war die frühere Entwicklungsbezeichnung. In den Publikationen aus dem Jahr 2025 wird durchgehend Amycretin verwendet, in den Phase-2-Publikationen und Studienregistern ab 2026 überwiegend Zenagamtid oder der Code NNC0487-0111. Für eine vollständige Literaturrecherche sollten Sie alle drei Bezeichnungen abfragen, da sonst relevante Arbeiten unentdeckt bleiben.

Quellen

  1. Dahl K, et al. (2025). Amycretin, a novel, unimolecular GLP-1 and amylin receptor agonist administered subcutaneously: results from a phase 1b/2a randomised controlled study. The Lancet.
  2. Novo Nordisk Studiengruppe (2025). Safety, tolerability, pharmacokinetics, and pharmacodynamics of the first-in-class GLP-1 and amylin receptor agonist, amycretin: a first-in-human, phase 1, double-blind, randomised, placebo-controlled trial. The Lancet.
  3. Kommentar, The Lancet (2025). GLP-1 and amylin receptor multiagonism with amycretin for obesity management. The Lancet.
  4. Studiengruppe Zenagamtid (2026). Efficacy and safety of once-weekly subcutaneous zenagamtide, a novel unimolecular GLP-1 and amylin receptor agonist, in type 2 diabetes: a multicentre, randomised, parallel, double-blind, placebo-controlled, dose-finding, phase 2 trial. The Lancet.
  5. Studiengruppe Zenagamtid (2026). Efficacy and safety of once-daily oral zenagamtide, a novel unimolecular GLP-1 and amylin receptor agonist, in adults with type 2 diabetes: a multicentre, randomised, parallel, double-blind, placebo-controlled, dose-finding, phase 2 trial. The Lancet.
  6. Fu et al. (2026). Amycretin in obesity: Mechanisms, clinical efficacy, and future perspectives. Metabolism: Clinical and Experimental.
  7. Übersichtsarbeit (2025). Combined amylin analogue and GLP1 receptor agonist therapies are highly promising for weight loss. PubMed-indexierte Übersichtsarbeit.
  8. Übersichtsarbeit (2025). From needles to pills: oral GLP-1 therapy enters the obesity arena. PubMed-indexierte Übersichtsarbeit.
  9. Novo Nordisk A/S (2026). AMAZE 9: A Research Study Investigating How Well Zenagamtide Tablets Help People With Excess Body Weight Lose Weight (NCT07720271). ClinicalTrials.gov.
  10. Novo Nordisk A/S (2026). AMAZE 2: A Research Study Investigating How Well the Medicine NNC0487-0111 Helps People With Excess Body Weight and Type 2 Diabetes Lose Weight (NCT07533175). ClinicalTrials.gov.
  11. Garvey WT, et al. (2025). Cagrilintide-Semaglutide in Adults with Overweight or Obesity (REDEFINE 1). New England Journal of Medicine.
  12. ATTAIN-1 Studiengruppe (2025). Orforglipron, an oral small-molecule GLP-1 receptor agonist, in adults with obesity (ATTAIN-1). New England Journal of Medicine.

Dieser Inhalt dient ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken. Er stellt keine medizinische Beratung dar. Konsultieren Sie einen Arzt, bevor Sie Entscheidungen treffen. Unseren vollständigen medizinischen Haftungsausschluss lesen

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